Dr. med. André Markendorf

Praxis für Pneumologie und Allergologie

- Sprechzeiten -

 

Mo

 

Di

 

Mi

 

Do

 

Fr

 

7:00-12:00  und  14:00-18:00

 

7:00-12:00  und  13:00-16:00

 

7:00-12:00

 

7:00-12:00  und  14:00-18:00

 

7:00-12:00

- Kontakt -

 

Adresse

Lahmannring 19, 01324 Dresden

 

Telefon

0351 / 80 41 65 4

 

Fax

0351 / 80 39 91 1

 

E-Mail

praxis-markendorf@web.de

 

- Wichtige Infos -

 

Bitte bringen Sie mit, soweit vorhanden:

- Chipkarte

- Überweisung

- Medikamentenplan

- Arztbriefe und

  Krankenhausberichte

- Röntgenbefunde

Schwerpunkte

  • Asthma bronchiale

    Das Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Dadurch kommt es zu  einer Überempfindlichkeit der Bronchien (bronchiale Hyperreagibilität) gegenüber bestimmten Auslösern wie Allergene, Temperaturänderung der Einatmungsluft, körperliche Anstrengung, Infektionen. Dabei kann es zu anfallsweiser Luftnot infolge einer Verengung der Bronchien mit Hustenreiz, Luftnot und vermehrter Schleimproduktion kommen. Diese Symptome und Veränderungen der Bronchien sind zumeist rückbildungsfähig (reversibel) und durch eine medikamentöse Therapie kontrollierbar.

     

    Man unterscheidet das allergische (extrinsische) Asthma bronchiale vom nicht allergischen (intrinsischen) Asthma (ausgelöst z. B. durch Atemwegsinfektionen, bestimmte Medikamente, körperliche Anstrengung oder Rückfluss durch Magensäure in die Speiseröhre/Sodbrennen). In vielen Fällen liegt ein gemischtförmiges Asthma bronchiale vor.

  • Chronische Bronchitis, Lungenemphysem, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

    Die chronische Bronchitis ist eine seit Jahren bestehende chronische Entzündung der Bronchien, mit Husten und Auswurf.

     

    Das Lungenemphysem ist gekennzeichnet durch eine Verminderung der großen Anzahl von Lungenbläschen, gleichzeitig werden diese jedoch insgesamt größer in ihrer Ausdehnung und führen so zu einer Ausdehnung der gesamten Lunge und des Brustkorbs der Lunge im Brustkorb (Blählunge). Während das gesunde Lungengewebe mit unzähligen nebeneinander liegenden kleinsten Lungenbläschen einem Küchenschwamm vergleichbar ist, gleicht die Lunge beim Lungenemphysem einem Badeschwamm mit vielen unterschiedlich großen, teils sehr großen Lungenbläschen. Durch den Verlust von Lungenbläschen besteht eine verminderte Gasaustauschfläche mit daraus resultierender Luftnot insbesondere unter körperlicher Belastung.

     

    Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist gekennzeichnet durch Husten, vermehrten Auswurf, Luftnot bei Belastung und einer Einengung (Obstruktion) der Bronchien. Die Hauptursache dafür ist eine chronische Schädigung der Bronchialschleimhaut durch inhalierte Schadstoffe, in erster Linie Tabakrauch. Der Husten besteht im Allgemeinen seit Monaten oder Jahren und ist meist morgens am stärksten. Schleimiger Auswurf (Sputum) ist ein weiteres Hauptsymptom der COPD, dieser ist oftmals sehr zäh und lässt sich kaum abhusten. Kommt es zu Blutbeimengungen im Sputum („Hämoptysen“), müssen weitere Erkrankungen (beispielsweise Lungenkrebs oder Tuberkulose) ausgeschlossen werden. Durch medikamentöse Therapie lassen sich die Symptome meist bessern.

  • Allergische Rhinitis ("Heuschnupfen"), allergische Konjunktivitis

    Eine allergische bedingte Entzündung der Schleimhaut der Nase (Rhinitis) wird allgemein als  Heuschnupfen bezeichnet, tritt jedoch auch außerhalb der Sommermonate auf. Die Rhinitis ist durch Niesen, Juckreiz, Sekretion (fließende Nase) und Obstruktion (Verstopfung) der Nase gekennzeichnet, sowie oftmals einer Konjunktivitis (Entzündung der Augenschleimhaut). Mehr als 20% der Bevölkerung leiden unter einer solchen Rhinitis. Ein wichtiges Merkmal ist die Überempfindlichkeit der Nasenschleimhaut gegenüber Allergenen wie z. B. von Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreide und Sträuchern, sowie von Tierhaaren, Schimmelpilzen oder Hausstaubmilben, sowie gegenüber bestimmten Reizen wie kalter Luft, Tabakrauch, Düfte oder sportliche Aktivität. Die Symptome beginnen häufig bereits im Kindesalter können jedoch in jedem Lebensalter neu auftreten. Betroffene verspüren eine Beeinträchtigung der Lebensqualität  mit Einschränkung der persönlichen, schulischen und beruflichen Leistungsfähigkeit. Patienten mit allergischer Rhinitis entwickeln häufig im weiteren Verlauf ein Asthma bronchiale.

     

    PRICK-Test

    Bei diesem Test werden kleine Tropfen mehrerer Allergene in einer Reihe auf dem Unterarm aufgetragen. Dann wird im einer kleinen Lanzette durch den Tropfen hindurch eine kleiner oberflächlicher Stich in die Haut geritzt (englisch:  to prick = stechen). Reagiert der Patient allergisch auf das im Tropfen enthaltene Allergen bildet sich eine juckende Rötung und Schwellung an dieser Stelle der Haut.

     

    RAST

    Im Blut lassen sich mittels einer bestimmten Methode, die Radio-Immuno-Sorbent-Test (RAST) bezeichnet wird, Antikörper nachweisen, die gegen ein bestimmtes Allergen gerichtet sind. Je nach dem Grad der Allergisierung werden diese in die Klassen 0 (keine) bis 6 (sehr stark) aufgeteilt.

  • Hyposensibilisierung / Spezifische Immuntherapie (SIT)

    Mit einer Hyposensibilisierung (SIT) lässt sich eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Allergen reduzieren. Sie wird bei allergischen verursachten Beschwerden wie Rhinitis, Konjunktivitis und bei leichtem und mittlerem Asthma mit nachgewiesener Allergisierung durchgeführt. Bei Allergien gegenüber Bienengift oder Wespengift kann eine Hyposensibilisierung lebensrettend sein. Das Prinzip besteht darin, dem Körper das betreffende Allergen durch Spritzen unter die Haut oder in Tropfen- oder Tablettenform über die Mundschleimhaut regelmäßig über einen längeren Zeitraum zuzuführen. Dadurch gewöhnt sicher der Körper an das betreffende Allergen und reagiert nicht mehr so ausgeprägt oder toleriert das betreffende Allergen gänzlich. Ein Erfolg der Therapie ist an der Verringerung der Beschwerden zu erkennen, im Idealfall treten diese gar nicht mehr auf.

     

    Subkutane Immuntherapie (SCIT):

    Bei dieser Therapieform wird das Allergen vom Arzt unter die Haut (subcutan) gespritzt. Die Dosis wird dabei langsam gesteigert und am Anfang wöchentlich später im Allgemeinen monatlich in regelmäßigen Abständen fortgeführt.

     

    Sublinguale Immuntherapie (SLIT):

    Die Allergene werden über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die Zuführung erfolgt über Tropfen oder Schmelztabletten Zuführung unter die Zunge (sublingual). Im Unterschied zur SCIT müssen die Allergene täglich genommen werden. Der Vorteil liegt in der einfachen Einnahme zu Hause. Nachteil ist, dass der Arzt nicht bei der Einnahme zugegen ist und keine unmittelbaren Ratschläge erteilen kann.

     

    Die Gesamtdauer der Therapie liegt in der Regel bei 3 bis 5 Jahren, bei Insektengiftallergien wird teilweise eine lebenslange Therapie empfohlen.

  • Lungenkrebs (Lungenkarzinom, Bronchialkarzinom)

    Unter einem Lungenkrebs wird eine Entartung (bösartige Neubildung) von Zellen der Lunge verstanden. Bei Männern ist es in Deutschland nach dem Prostatakarzinom die zweithäufigste Krebsart, das Dickdarmkarzinom die dritthäufigste. Bei Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebsart nach Brustkrebs und Darmkrebs (Stand 12/2013, Robert Koch Institut). Hauptursache ist das inhalative Tabakrauchen. Daneben gibt es weitere Schadstoffe, die ein Tumorwachstum auslösen können (z. B. Asbest, Chrom, verschiedene Schadstoffe in der Einatmungsluft). Die Symptome sind insbesondere Husten, Bluthusten, Gewichtsverlust, Brustschmerzen und Luftnot. Die Heilungsrate des Lungenkarzinoms ist immer noch sehr schlecht (5-Jahres-Überlebensrate ca. 16 - 21 %). Die Lebenserwartung des einzelnen Patienten ist aber sehr stark vom Stadium der Erkrankung und dem Gewebetyp abhängig. Die Therapie (Operation, Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung) orientiert sich am Stadium der Erkrankung, dem Gewebetyp und dem Allgemeinzustand des Patienten.

  • Lungenfunktionsprüfung

    Bei dieser Untersuchung werden die Durchgängigkeit der Bronchien (Atemflüsse), die Lungenvolumina (Luftmenge in den Lungen) und die Fähigkeit des Gasaustauschs in den Lungenbläschen (Alveolen) mit dem Blut in den Blutgefäßen der Lungen gemessen. Die wichtigsten Methoden sind die:

     

    Spirometrie („kleine Lungenfunktionsprüfung“)

    Bei der Spirometrie wird der Luftstrom (wie beispielsweise Geschwindigkeit, Luftmenge, Widerstand der durchströmten Bronchien) beim Ein- und Ausatmen und auch beim Anhalten der Luft gemessen. Neben dem Atemzugvolumen („Tidalvolumen“, VT) wird bei der Spirometrie eine maximales ein  Aus- und Einatmungsmanöver durchgeführt. Dadurch lässt sich unter anderem der Spitzenfluss („peak expiratory flow“, PEF), das heißt die Menge an Luft, die bei maximal möglicher Ausatmung pro Sekunde ausgeatmet werden kann, messen aber auch Lungenvolumina wie die Vitalkapazität (VC), das heißt die Menge an Luft, die bei maximaler Einatmung und nach maximaler Ausatmung geatmet werden kann. Eine zentrale Messgröße ist die Einsekundenkapazität (FEV1, Tiffeneau-Test), das heißt die Menge an Luft, die innerhalb der ersten Sekunde bei maximaler Ausatmung, also mit aller Krat („forciert“) ausgeatmet werden kann. Besonders bei Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) kommt der FEV1 als Verlaufsmessung eine große Bedeutung zu, da bei beiden Erkankungen die Atemwege eingeengt sind.

     

    Bodyplethysmographie („große Lungenfunktionsprüfung“)

    Bei der Bodyplethysmographie setzt sich der Patient in eine Kabine, ähnlich einer Telefonzelle. Derßenluft verbunden. Wenn die Tür der Kabine während der Messung kurz geschlossen wird ändert sich der Druck der Luft in der Kabine beim ein- und Ausatmen des Patienten durch das Mundstück. Durch Messung der Änderung des Drucks in den Bronchien des Patienten und dem in derr Kabine lassen sich bestimmte Werte berechnen. ASo ändert sich bei bestimmten Erkankrungen die Dehnbarkeit des Brustkorbs („Compliance“). Bei dieser Methode lässt sich auch die gesamte Luftmenge im Brustkorb bestimmen (totale Lungenkapazität, TLC) und auch diejenige, die sich noch im Brustkorb nach maximaler Aussatmung befindet (Restvolumen oder Residualvolumen der Lunge, RV). Das Residualvoliumen ist bei Erkrankungen der Lungen, die mit einer Einengung der Bronchien einhergehen, wie Asthma bronchiale, COPD und besonders Lungenemphysem erhöht.

  • Diffusionsmessung

    „Diffusionsstörungen“ sind Gasaustauschstörungen in der Lunge. Hierbei kann entweder nicht genug Sauerstoff (O2) aus der Atemluft in die Blutbahn aufgenommen, oder nicht genug Kohlendioxid (CO2) aus der Blutbahn in die Atemluft abgegeben werden. Bei dieser Methode atmet der Patient eine geringe Menge von Kohlenmonoxid  (CO) und Helium (He) ein. Dann wird die Atmung ca. 10 Sekunden angehalten. Bei der folgenden vollständigen Ausatmung werden die Gasen CO und Helium gemessen. Aus der Atemanhaltezeit und der über die Zeit ermittelten Abnahme der CO-Konzentration wird dann die Diffusionskapazität der Lunge errechnet. Die Diffussionskapazität ist eingeschränkt, wenn beispilsweise die Wand der Lungenbläschen mit Bindegewebe durchsetzt wird wie bei einer Lungenfibrose oder anderen Erkrankungen der Lunge, die zu einem Umbau der Lungenbläschen führen. Auch beim Lungenemphysem ist die Diffusionskapazität verminderrt, da hier die Anzahl der Lungenbläschen stark abgenommen hat.

  • Broncho-Spasmolyse-Test

    Bei diesem Test wird die Möglichkeit der Bronchien sich bei vorhandener Einengung (Obstruktion) wieder zu erweitern (Reversibilität) gemessen. Zunächst wird eine Messung in Ruhe durchgeführt, danach atmet der Patient ein Medikament ein, welches die Bronchien erweitert, sog. kurzwirksame Betasympathikomimetika, in der Regel Salbutamol ("Spray/Dosieraerosol"). Nach ca. 15 Minuten erfolgt eine erneute Messung der bronchialen Widerstände und der Einsekundenkapazität (FEV1).

  • Bronchoprovokationstest

    Zur Diagnosefindung eines Asthma bronchiales ist die Messung der Überempfindlichkeit der Bronchien auf einen bestimmten Reiz entscheidend. Beim Bronchoprovokationstest wird entweder Methacholintest wird der Arzneistoff Methacholin oder Carbchol oder Histamin  eingeatmet. Dieser kann dosisabhängig zu einer Bronchialverengung führen. Zuerst wird unter Ruhebedingungen mittels Spirometrie/ Bodyplethysmographie der Ausgangswert gemessen. Dann folgt eine Inhalation einer Kochsalzlösung, um einen Leerwert zu ermitteln. Bei sehr stark empfindlichen Patienten kann es bereits dadurch zu einer Eingengung der Bronchien kommen. Dann wird Methacholin in ansteigender Konzentration eingeatmet. Zwischen den einzelnen Stufen wird die Einsekundenkapazität (FEV1, s.o.) gemessen und eine Dosis-Wirkungs-Kurve erstellt. Reagiert der Patient, das heißt die Bronchien engen sich ein, erhält er wieder Salbutamol zum Einatmen, damit sich die Bronchien wieder weiten.

  • Blutgasanalyse (BGA)

    Bei der Blutgasanalyse wird der Gehalt (Partialdruck) von Sauerstoff (O²) und Kohlendioxid (CO²), sowie der pH-Wertes (Säure-Basenhaushalt) im Blut betimmt. Die BGA dient der Überwachung von Patienten mit Atmungsstörungen und Sauerstoffmangel, z. B. schwerer COPD oder bei massivem Übergewicht mit Atmungsstörung (Adipositashypoventilationssyndrom). Zur Bestimmung der Blutgase wird eine leicht zugängliche Arterie des Körpes punktiert oder Blut aus dem Ohrläppchen abgenommen, welches zuvor mit Salbe behandelt wurde, die zu einer Zunahme der Durchblutung führt. Die Blutentnahme erfolgt mit einer kleinen Lanzette, 2 - 3 Tropfen Blut sind ausreichend.